Kanada: Banff, Jasper und Wells Gray

Unsere letzten 3 Wochen der Reise werden wir mit Fabians Familie verbringen. Unser erster gemeinsamer Stopp, nach dem wir uns in Calgary, Kanada getroffen haben, war der Banff NP. Dort besichtigten wir die zahlreichen Seen.

„Canada Family Tour“

Unsere Unterkunft lag etwas außerhalb in Golden, das war aber gar nicht weiter schlimm denn zum einen war die Unterkunft in Golden unglaublich schön und zum anderen nutzten wir die Gelegenheit und besuchten das „Grizzly Bear Refuge“. Dort kann man „Boo“, einen Grizzlybär, sehen. Keine Sorge der Bär wurde nicht eingefangen, damit die Touristen die Garantie haben einen Grizzlybären zu sehen, der Bär ist dort, da vor ein paar Jahren seine Mutter von einem Bärenjäger erschossen wurden und dabei ihre drei Jungtiere, darunter Boo, Mutterlos waren. Die drei Jungtiere hätten in der Natur nicht überlebt, da sie bis zu ihrem 3-4 Lebensjahr auf ihre Mutter angewiesen sind. Daher hat man Boo in das für ihn errichtete Bärenschutzzentrum gebracht. Für seine anderen zwei Geschwister kam leider jede Hilfe zu spät.

Auf unserem Weg in den Jasper NP, der direkt an den Banff NP grenzt, haben wir zwei Schwarzbären gesehen. Der eine ist ein ganzes Stück vor uns über die Straße gelaufen, den anderen konnten wir dank Lisa, die ihn im Flussbett neben der Straße entdeckt hat, beim Baden beobachten.

Gegen später besichtigten wir noch den schönen Maligne See, bei dem wir eine kurze Wanderung machten und dabei wieder einmal Glück hatten und einen Elch sehen konnten. Da ja bekanntlich alle guten Dinge drei sind, haben wir auf dem Rückweg nochmal einen Schwarzbären am Straßenrand gesehen.

Aufgrund der leider begrenzten Urlaubstage von Fabians Familie, haben wir nur 3 Wochen, um den Nordwesten von Kanada zu erkunden und somit ist unser Programm sehr viel straffer als wir es die letzten 6 Monate gewohnt waren. Folglich ging es am nächsten Tag auch schon wieder weiter zum Wells Gray Provinz Park. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Stopp in Blue River, wo wir uns einer „River Safari“ Tour anschlossen. Das ist eine Tour, bei welcher man mit einem Boot über einen Fluss fährt und sich dabei auf die Suche nach Schwarzbären macht. Wir hatten wieder einmal riesen Glück und konnten gleich vier Bären am Flussrand sehen. Das war ein unglaubliches tolles Erlebnis!
Macht euch selbst ein Bild davon 🙂 .

I love this guy! #canada #britishcolumbia #blueriver #wildlife #socute #bear

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Anschließend machten wir uns auf den Weg zum „Murtle Lake“, auf der 20km langen Schotterpiste haben wir uns, kurz vor dem Parkplatz, leider einen Platten eingefangen, wodurch die geplante Wanderung zum See aus zeitlichen Gründen ausfiel und wir uns nach dem Montieren des Ersatzreifens möglichst schnell wieder auf den Rückweg machten. Es muss noch erwähnt werden, dass das Reifenwechseln ganz schön lange dauerte, was weniger mit unserem Unvermögen, sondern mit der Fehlkonstruktion unseres Dodge Caravans zu tun hatte. Dass der Ersatzreifen unter dem Auto montiert ist, ist ja nichts neues, doch die Art und Weise, wie man ihn bei unserem Auto lösen muss, ist dermaßen umständlich und unnötig kompliziert.

Nach dieser Panne ging es also erst einmal in die Werkstatt, dort ging dann auch alles reibungslos und schnell. Am darauf folgenden Tag machten wir uns dann auf, um den Wells Gray Provinz Park zu erkunden. Dieser gefiel uns mit seinen vielen beeindruckenden Wasserfällen sehr gut. Leider waren fast alle Wanderwege auf Grund von nahegelegenen Waldbränden, an denen wir am nächsten Tag vorbei mussten, geschlossen.

15 Kommentare

  1. Endlich wieder ein Bericht!

    Dachte schon, ihr seid jetzt gemeinsam so unheimlich im Reisestress, habt keine Energie und Zeit mehr zum Schreiben. Ausführlicher Kommentar folgt noch. Schaue morgens halt gewohnheitsmäßig in euren Blog – muss aber jetzt gleich ins Büro zu einer Videokonferenz. Genießt die Zeit!

        1. Da muss ich dich leider enttäuschen, das haben wir nicht vor. Wir werden bis zum Ende jetzt noch berichten und dann Zuhause in Ruhe noch einen Reiserückblick schreiben. Danach ist dann erstmal Schluss.

          Bei unserer nächsten Reise Bloggen wir dann vielleicht wieder, Mal sehen 🙂

          1. Bin diesbezüglich nicht enttäuscht. So hatte ich es erwartet und so würde ich es an eurer Stelle auch machen. Deine Bemerkung, dass ihr fleißig weiterbloggt, hatte mich etwas irritiert – deshalb die Frage. Wenn ihr wieder zu Hause seid, gibt es ohnehin wieder ganz neue Vorhaben und Ziele. Wünsche euch allen zusammen noch erlebnisreiche schöne verbleibende Tage!

  2. Habe mich auch gefreut über euren tollen neuen Bericht. Habe wie Sybille gedacht ihr hättet nun keine Zeit mehr dafür. ? Es sind wirklich tolle Landschaften die ihr erleben dürft Kanada ? ist wunderschön. Und die Tierwelt ist sehr spannend und aufregend, denke da an den Bär der euch entgegen kam.? Klasse dass Lisa den badenden Bären entdeckt hat sowas in freier Wildbahn toll! Das Bild von dem Elch finde ich auch sehr beeindruckend. Und das Video ist grandios. ? Fabi du hast den Platten Reifen aber trotz aller Widrigkeiten im Griff. ? Geniesst weiter die Zeit und liebe Grüße an alle Ute ?

  3. Das witzige ist ich habe Musik gehört und Gedanken verloren in die Landschaft geschaut und plötzlich sehe ich den Bären und rufe nur Bär;)wir haben dann umgedreht und sind zu der Stelle zurück gefahren:)in freier Wildbahn sind die Bären echt toll:)

  4. Die Natur in Westkanada ist beeindruckend schön!
    Bären und Elche so nah in freier Wildbahn zu sehen macht ganz besondere Freude – ja da hattet ihr Glück. Mir gefallen diese Ohren von den Bären. Der von Lisa entdeckte Bär guckt so neugierig nett mit seinen Ohren in eure Richtung – das gefällt mir sehr, der wirkt auf dem Bild gerade wie ein Teddybär! Und Elche finde ich auch faszinierend. Da gefällt mir besonders die Form ihrer typischen Schnauze, ihre Augen und das Geweih. Und sie können theoretisch ja unheimlich groß werden (bis zu 2 m Brusthöhe).

    Aus dem Bericht hörte ich ein kleines Bedauern, dass ihr jetzt mit schnellerem Tempo reisen müsst. Das verstehe ich. In solch schöner grüner Natur ist man befreit von Hektik und da entsteht wohl automatisch der Wunsch sich diesen Eindrücken und dieser besonderen Tierwelt mit mehr Aufmerksamkeit widmen zu wollen.

    Ich denke, dass ihr nach so viel schöner Natur und der damit verbundenen Stille bzw. den intensiven Naturgeräuschen etwas wehmütige Gefühle haben werdet, wenn ihr in Vancouver seid. Da kann die Stadt noch so interessant und schön sein – anfangs wirkt quasi alles laut und störender. Das ist ein Kontrast, der dann nicht jedem gleich gefällt. Man muss sich an den städtischen Geräuschpegel und die Verkehrshektik erst wieder gewöhnen. Also mir ging es so, als ich nach Aufenthalten in Washington State und Oregon und längerer Anfahrt der Küste entlang das allererste Mal im verheißungsvoll schönen San Francisco ankam. Bei der Fahrt über die Golden Gate hatte ich quasi noch Freudenschreie. Aber dann in der Stadt empfand ich dann extrem diesen Kontrast zur lang erfahrenen Natur und konnte San Francisco anfangs nicht so schätzen. Selbst jetzt werde ich gerade etwas wehmütig, wenn ich daran denke. Aber vielleicht empfindet ihr ganz anders.

    Ersatzreifen unter dem Auto montiert – also das ist ja eine Überraschung! Genau sowas fehlt dann noch zusätzlich zur eigentlichen Panne. Das ist eine ganz ärgerliche (Fehl-)Konstruktion! Euer Van wirkt auf dem Bild relativ klein.

    Ich wünsche euch weiter viele erfreuliche Erlebnisse – und danke für den eindrucksvollen Bericht und die schönen Bilder.

    1. Den Kontrast zwischen Natur und Stadt erlebten wir gar nicht so stark, da im Park selbst total viel los war und es dadurch auch oft sehr laut war. Deutlich schlimmer haben wir das nach den Corn Islands in Nicaragua wahrgenommen, nach den Tagen auf der Autofreien Insel war es total krass wieder den Lärm der Autos ertragen zu müsen.

      Die größe unseres Vans (Dodge – Grand Caravan) täuscht auf dem Bild, der ist in Realität schon ziemlich groß.

      1. Dann ist es gut!

        Weil Vancouver gilt als eine der schönsten facettenreichsten Städte der Welt – besticht unheimlich nicht nur durch ihre besondere quasi Bilderbuchlage. Sie bietet einen hohen Freizeitwert und es herrscht dort auch so eine Art Multikulti-Jugendlichkeit. Der Stanley Park ist groß und schön. Und dann gibt es unweit noch eine ganz ganz tolle Brücke – und über die solltet ihr gehn. Ich denke, darüber werdet ihr uns berichten. Ich wünsche euch schwindelfreie Eindrücke! Viele herzliche Grüße, Sibylle

  5. Hallo Ihr Lieben,
    toller Bericht, tolle Bilder. Mir hen net so viel Zeit zum Lesa ond Schreiba. Mir sen am ernta – Tomata, Gurka ond Bohna – Spässle!!! Zu Hause ist alles o.k. Genießt die Zeit.
    Liebe Grüße
    Anneliese und Manfred

  6. Hallo ihr Lieben,
    Ihr Bärentreiber habt ja richtig Glück bei der Bärenjagd.!
    Weniger bei der Reifenpanne. Habt ihr denn den Absenker im Kofferraum übersehen oder nicht endekt ? Weiterhin gute Fahrt durch BC ohne weitere Hindernisse !
    Ciao, bis Samstag, wo euch der VFB die Heimkehr mit einem Sieg versüssen wird !

    1. Hallo ihr Beiden,

      der Absenker vom Ersatzrad war gut versteckt vorne zwischen den beiden Vordersitzen unter der Mittelkonsole, hat eine Weile gedauert bis wir ihn gefunden haben.

      Grüße zurück

    2. Obwohl für mich als Frau ein Reifenwechsel kein Problem ist – muss ich an dieser Stelle ganz offen zugeben, ich wusste bisher nicht, dass der Ersatzreifen bei Vans üblicher Weise unter dem Auto montiert ist. Und deshalb hätte ich auch nicht automatisch nach einem Absenker gesucht. Da wäre ich wohl dagestanden wie der Ochs vorm Esel (wenn ich es bei der Übergabe/Einweisung des Fahrzeugs nicht erfahren hätte).

      Wieder was durch euren Blog gelernt!

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