USA Roadtrip #3: Las Vegas, Zion und Bryce Nationalpark

Das nächste Ziel unseres Roadtrips durch die USA war Las Vegas. Die Stadt erhellt mit seinen vielen Lichtern nicht nur den Nachthimmel über der Wüste Nevadas, sondern lockt jährlich mehrere Millionen Besucher in die Spielhallen der Casinos. Auf dem Weg dorthin nutzten wir die Gelegenheit und schauten noch in dem Sequoia Nationalpark vorbei, in welchem man die riesigen Mammutbäume bewundern kann. Wir fanden die Bäume ganz nett, doch so richtig überzeugt haben sie uns nicht – sind eben auch nur Bäume.

Da der Nationalpark sehr weit oben liegt, brachten wir unseren Leroy wieder ordentlich zum Schwitzen und wir mussten sehr viele Pausen einlegen, sodass sich der Aufwand nicht wirklich gelohnt hat – aber man kann ja nicht immer alles richtig machen 🙂 . Am Nachmittag ging es dann noch ein Stückchen weiter in Richtung Las Vegas auf einen Campingplatz in Porterville. Dort hatten wir abends um 19:30 Uhr noch 39°C, was kaum auszuhalten war.

Sonnenuntergang am Campingplatz

Am nächsten Tag erreichten wir schließlich Las Vegas. Da es auch dort tagsüber unglaublich heiß war, verschoben wir unseren Tagesplan auf den Abend. Dieses Mal ließen wir uns das bekannte Schild „Welcome To Fabulous Las Vegas“ nicht entgehen, wir haben aus unserem Fehler in Santa Monica gelernt 🙂 .

Abends haben wir oben im Stratosphere Tower im „Top of the World“ Restaurant gegessen, welches sich auf einer Plattform befindet, die sich in ca. einer Stunde einmal um die eigene Achse dreht, wodurch man einen Rundumblick über Las Vegas bekommt. Dort hat es uns sehr gut gefallen und das Essen war auch sehr lecker. Am besten haben uns in Las Vegas die „Fountains of Bellagio“ gefallen, das ist ein großer Brunnen mit einer Wasser-Choreografie, welche sich zu dem Rhythmus eines Liedes bewegt und von Lichtern begleitet wird.

Ebenfalls toll war das surreale Gefühl, sich auf den Straßen in Frankreich an der frischen Luft zu befinden, als wir durch das Paris Casino gelaufen sind, das war sehr beeindruckend und verrückt. Von der Fremont Street waren wir eher enttäuscht, da die Lichteranimation an der Deckenleinwand von Werbung verdeckt war.

Nach dieser sehr eindrucksvollen und verrückten Zeit ging es auch schon wieder weiter in den Zion Nationalpark. Diesen fanden wir nach unserem ersten Tag zwar schön aber nicht atemberaubend. Nachdem wir allerdings am zweiten Tag den so genannten „Angels Landing Trail“ gelaufen sind, bei dem wir 500 Höhenmeter überwinden mussten und die letzten davon mehr oder weniger kletternd auf einem schmalen Pfad, bei dem es recht und links steil runter ging, bezwingen mussten, gefiel uns der Zion Nationalpark gleich viel besser. Oben angelangt wurden wir mit der überwältigenden Aussicht über den Canyon belohnt.

Ausblick vom „Angels Landing Point“

Durch dieses Erlebnis bleibt der Park doch als ein ganz besonderer in unserer Erinnerung. Da wir im Zion Nationalpark keinen Campingplatz mehr bekommen haben, verbrachten wir die zwei Nächte im Coral Pink Sand Dunes State Park. Dort findet man eine Dünenlandschaft aus rötlichem Sand, die rote Farbe kommt wie überall hier im Westen der USA vom hohen Eisenanteil in der Erde. Auf den Dünen genossen wir an beiden Abenden den Sonnenuntergang.

Weiter ging es zum Bryce Nationalpark, der uns ab der ersten Sekunde mit seinen berühmten Hoodoos (Felspyramiden) sehr fasziniert hat. Diese schauten wir uns zunächst von verschiedenen Aussichtspunkten an, um den Bryce Canyon noch aus einer anderen Perspektive Bewundern zu können, sind wir einen Trail gelaufen, der einige Meter nach unten in das Tal hineinführte.

Bryce Amphitheater
Ein süßes Streifenhörnchen

Wie bereits im Zion haben wir auch im Bryce NP keinen Campingplatz mehr gefunden, sodass wir auf den nahegelegenen Kodachrome State Park ausgewichen sind, welcher ebenfalls sehr schön und auch sehr viel weniger besucht war.

Kodachrome State Park

7 Kommentare

  1. Ich bin wieder mal hin und weg von Euren Bildern und Eurem Reisebericht. Das Bryce Amphitheater hat mich an Südtirol erinnert, da gibt es auch so Steinpyramiden natürlich nicht in dieser Dimension. Aber auch sehr schön! Eure Bilder sind echt der Hammer!!! LG Ute

  2. Hurra ich bin mal wieder die zweite;)Wir haben damals auch abends die Stadt erkundet tagsüber ist es glaub ich nicht zum aushalten. Las Vegas wird ja auch als die Stadt die nie schläft bezeichnet. Die Wasserfälle sind auch toll haben mir damals auch am besten gefallen:)
    Der Brys Canyon ist auch toll der hat mir am besten gefallen. Eure Bilder sind wieder so schön:)
    LG Lisa

  3. Sooooo bald hatte ich mit eurem nächsten Bericht jetzt nicht gerechnet.

    Ihr fandet die Bäume im Sequoia „nur“ ganz nett, aber überzeugt haben sie euch nicht – na ja, was soll ich dazu sagen. Diese Bäume sind schon was absolut Besonderes, nicht nur wegen ihrer extremen Größe (extremer Stammumfang, Höhe), sondern auch wegen ihres Alters. Dort gibt es den „größten Baum der Welt“, der ca. 2500 Jahre alt sein soll (General Sherman Tree). Also ich hab damals die Luft angehalten und vor meinem geistigen Auge liefen schnelle Bilder, was in dieser Zeit auf der Welt so alles geschehen.

    Um 19:30 Uhr noch 39 Grad – fast unvorstellbar! Las Vegas wirkt ohnehin nur bei Nacht. Las Vegas ist ein Kapitel für sich. Wir wollten damals 2 Nächte dort verbringen (in zwei verschiedenen Hotels), haben es aber nur eine Nacht ausgehalten (im Excalibur). Diese fantasievollen Hotels und die Beleuchtungen sind natürlich erstmal faszinierend. Andererseits hat das viel mit Dekadenz und Masse zu tun – überhaupt wenn man sieht, was sich im Innern der Hotels abspielt. Das war für uns offen gesagt so abstoßend, dass wir am nächsten Tag nur noch fort wollten. Da saßen so viele Menschen wie Roboter vor den Spielautomaten und warfen wie programmiert abgestumpft Münzen rein und betätigten Hebel. Und dann dieser ständige Spielautomaten-Lärm, dem man nicht entkommen konnte. Das war ohrenbetäubend und nach kurzer Zeit stressig. Ich hatte mir viele Hotels angeschaut, um mir einen Eindruck auch vom Innern zu verschaffen. Man musste oft sogar erst durch Spielhallen, um zur Rezeption zu gelangen. Also diese ganze Atmosphäre in Las Vegas empfand ich als grässlich. Für mich ist z.B. unbegreiflich, warum Steffi Graf Las Vegas als ständigen Wohnort gewählt hat – schon allein vom Klima her.

    Die Campingplatz-Suche scheint ein nicht kleines Problem zu sein, was euch auch zeitlich aufhält. Dadurch entdeckt ihr aber auch weniger beachtete Gegenden, die dann so überraschend schön sind.

    Ja, der Bryce-Canyon ist besonders schön!!! Wir waren sogar 2 Tage dort, haben ihn aber nicht gesehen. Bei uns herrschte Schneetreiben – und es wollte einfach nicht aufhören.

    Macht´s gut!
    Sibylle

    1. Ja nach dem was wir auf der Reise bereits alles gesehen haben, konnten uns die Sequoia-Bäume nicht so richtig überzeugen. Was besonderes sind sie natürlich trotzdem – ohne Frage! Hätten wir sie zu Beginn der Reise gesehen, hätten sie uns vielleicht mehr überzeugt.

      Ja deine Meinung zu Las Vegas können wir auch verstehen und nachvollziehen. Als dauerhafter Wohnsitz ist diese Stadt kaum vorzustellen!

  4. Hallo, ich bin´s nochmal.
    Gerade ist bei uns das Wetter so schön – der Morgen so frisch, der Himmel blau und sonnig, die Vögel zwitscherten bzw. jetzt sind gerade die Elstern und Krähen an der Reihe. Im Radio kamen gerade ein paar Highway-Stücke, was mich natürlich gleich an USA und euch denken ließ. Ich erfreue mich sehr an euren Erlebnissen! Ganz zwangsläufig vergleiche ich mit meinen damaligen Eindrücken und erlebe dadurch einen Teil meiner USA-Reisen gedanklich nach. Und natürlich auch eure schönen Bilder tragen viel dazu bei. Der weite tiefe Blick vom Angels Landing Point (auch der Name hat was) gefällt mir sehr, und besonders auch der Eindruck vom Kodachrome State Park.
    Weiter so, Sibylle

  5. Schön eure Berichte zu lesen und die herrlichen Bilder zu sehen. Da kommen wieder viele schöne Erinnerungen hoch. Manche Aufnahmen sind mit unseren identisch und lassen uns gern an unseren Amerikaurlaub zurückdenken. Wir wünschen euch nun drei tolle Wochen zu Fünft und freuen uns dann auf ein gesundes Wiedersehen. Grüßen euch ganz herzlich
    Anneliese und Manfred

    1. Ja sicherlich sind einige Bilder nahezu identisch, sind eben immer die gleichen Motive die fotographiert werden. Wir freuen uns auch schon auf euch!

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