USA Roadtrip #1: Auf dem Highway 1 nach San Francisco

So nun haben wir uns nach langer Zeit mal wieder dazu aufrappeln können, uns um den Blog zu kümmern. Die letzten Tage waren wir sehr damit beschäftigt unseren Aufenthalt in den USA zu planen und waren Abends meist total müde und damit beschäftigt das Erlebte zu verarbeiten, da mussten wir den Blog erst einmal hinten anstellen. Mit dem Auto von Jim haben wir hier in den USA die Möglichkeit viel schneller zu reisen, wodurch wir glücklicherweise auch sehr viel mehr Orte besuchen können. Allerdings haben wir dadurch auch sehr viel mehr Eindrücke zu verarbeiten, was manchmal ganz schön anstrengend werden kann.

Zu Beginn haben wir erst einmal unser Auto ausgeräumt und geputzt

Nachdem wir ein paar wunderschöne Tage bei Stacie, unsere warmherzige und fürsorgliche Gastgeberin in San Diego, verbrachten und auf die Zulassung unseres Autos warteten, ging unser Roadtrip durch den Westen der USA am 28.06.2017 endlich los. An dieser Stelle auch noch einmal ein riesen Dankeschön an Stacie, bei der wir kostenlos schlafen durften, die uns rund um die Uhr mit Essen und Unterhaltung versorgte und bei der unser Auto für knapp 3 Monate stehen durfte und auf uns wartete.

Damit ihr unsere Reise durch den Westen der USA besser mitverfolgen könnt, haben wir euch hier unsere grobe Route eingefügt. Wie das auf einer Reise eben ist, haben sich unsere Pläne in der Zwischenzeit schon mehrfach geändert, weshalb die Route natürlich nicht mehr ganz stimmt.

Unseren ersten Stopp machten wir im Torrey Pines State Reserve, das im Norden von San Diego liegt. Dort wanderten wir einige Zeit und genossen die herrliche Morgenluft an der Küste. Danach ging es weiter nach Santa Monica bei Los Angeles, dort schauten wir den Rummel auf dem Pier an und liefen ausversehen an dem berühmten Straßenschild vorbei, dass das Ende der Route 66 markiert, was uns leider erst im Nachhinein aufgefallen ist. Unser erstes Nachtlager schlugen wir ein paar Kilometer hinter Santa Barbara auf einem Campingplatz auf. Unser Auto „Leroy“ wurde zu unserem Vorteil zu einem Campervan umgebaut, sodass wir hinten im Auto schlafen können. In unser ersten Nacht im Auto schliefen wir vor lauter Freude, dass unser Roadtrip endlich gestartet ist, wie ein Baby 🙂 .

Eigentlich war unser Plan die traumhaftschöne Küstenstraße „Highway 1“ bis hoch nach Monterey durchzufahren. Doch leider ist die Straße aufgrund eines Erdrutsches nur noch teilweise befahrbar, was wir erst in San Diego erfahren haben. Somit konnten wir nur bis zum Ragged Point fahren und mussten von dort wieder umkehren. Der Highway 1 ist ja bekanntlich in Richtung Süden schöner, da man dann auf der Küstenseite fährt, deshalb haben wir die sehenswerten Stellen erst auf dem Rückweg angeschaut. Nachdem wir die Küste am Ragged Point leider nur vernebelt zu Gesicht bekamen, verzog sich der Nebel auf dem Weg nach unten glücklicherweise mehr und mehr, sodass wir schon bald eine bessere Sicht hatten. Entlang der Straße gibt es unzählige kleine Parkbuchten, sogenannte „Vista Points“, an denen wir immer kurz anhielten und die tolle Aussicht genossen.

An manchen Vista Points konnten wir Seeelefanten und zu unserer großen Verwunderung auch Zebras bewundern. Es ist uns ein absolutes Rätsel was die Zebras dort zu suchen haben und wer sie dort hingebracht hat.

Nach dem wir mit den vielen schönen Eindrücken wieder unten angelangt waren, ging es durch das Inland bis hoch nach Monterey. Von dort kann man den Highway bis kurz vor Big Sur wieder befahren. Im Vergleich zu dem unteren Streckenabschnitt, liegt die Straße von Monterey aus deutlich höher und man blickt die Steilküste herunter, was sie einzigartig schön macht. Kurz vor Big Sur ist die Straße dann wieder gesperrt und wir mussten wieder umkehren. Die Strecken bis zum Ragged Point und Big Sur jeweils doppelt abzufahren ist natürlich ein riesen Umweg, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Alleine um den Highway 1 einmal noch komplett durchzufahren, lohnt es sich für uns in hoffentlich naher Zukunft noch einmal hier her zu kommen.

Für den darauf folgenden Tag hatten wir eine Waltour gebucht. Es war mal ganz nett die Wale beim Schwimmen und Abtauchen zu beobachten, aber es konnte uns nicht so richtig überzeugen. Zum Glück hatten wir eine ruhige See, kalt war es nach den vier Stunden auf See jedoch trotzdem.

Anschließend ging es auch schon weiter nach San Francisco. Dort hatten wir für die erste Nacht und für drei weitere Nächte am Ende unserer Zeit in San Francisco einen etwas außerhalb bei Oakland liegenden Campingplatz gebucht. Für die zweite und dritte Nacht fehlte uns noch eine Unterkunft. Da alle verfügbaren Angebote an Hotels und Motels unser Budget sprengten, entschieden wir uns dazu, die zwei Nächte auf einem kostenlosen Parkplatz in Sausalito, etwas nördlich der Golden Gate Bridge, zu verbringen. Wir fragten am Parkplatz nach, ob es erlaubt ist hier übernacht zu stehen und dies wurde uns auch bestätigt. In der ersten Nacht ging dabei auch noch alles gut, in der zweiten Nacht wurden wir allerdings um ca. 01:30 Uhr von einem lauten Klopfen und einer hellen Taschenlampe geweckt. Da stand sie… eine nette Polizistin, die uns darauf hinwies, dass das Schlafen auf öffentlichen Plätzen in Kalifornien verboten ist. Zu unserem Glück verzichtete sie auf eine Strafe und lies uns sogar dort weiterschlafen. Wir hätten zu Beginn wohl besser fragen sollen, ob wir das Auto auf dem Parkplatz übernacht abstellen können und ob es erlaub ist auch darin zu schlafen. Nach dieser eher unangenehmen Situation freuten wir uns schon wieder riesig über den Aufenthalt auf dem Campingplatz, auf dem wir zu Beginn schon waren, um San Francisco von dort in aller Ruhe zu erkunden.

Zu guter Letzt noch ein Bild von den Seeelefanten

7 Kommentare

  1. Euer Reisebericht ist wieder sehr lebendig ? und man hat schon fast den Eindruck dabei zu sein. Die Orte sind mir alle bekannt. Ich war zwar noch nie in USA, aber da ich viel lese und viel Dokumentation anschaue kommt es mir vor als ob ich schon da war. Habe gerade erst einen Film über die Route 66 gesehen. War sehr spannend und beeindruckend. Das Bild von den Seeelefanten ist klasse sieht aus als ob sie ein schwätzchen halten beim schwimmen. Das mit Zebras hätte mich auch interessiert. Schade dass ihr niemanden fragen konntet. Mit eurem Leroy seid ihr unabhängig und auf Campingplätzen auch sicher. Zum Glück war die Polizistin nett! Weiter viel Spaß und ich freue mich auf Euren nächsten Bericht! LG Ute ?

  2. Das ist ein supergroßer Vorteil, dass euer Leroy ein Campervan ist (sieht man ihm von außen auch nicht gleich an). Da seid ihr noch unabhängiger und könnt bei der Reiseplanung mehr Risiken eingehen.

    Wenn Polizisten allein unterwegs sind, sind sie in der Regel humaner, da kein Kollege als Zeuge mit dabei. Diese Erfahrung hatte ich damals bei Geschwindigkeitsüberschreitungen gemacht (die haben sich auf geraden Highways bzw. Interstates in USA recht schnell) – da wurde quasi immer auf ein Ticket verzichtet, wenn mich „ein“ Polizist anhielt. Waren sie hingegen zu zweit, dann nie.

    Bei den Zebras könnte ich mir vorstellen, dass das was mit der Hearst-Villa zu tun hat. Sagt euch das was? Habt ihr die sehr besondere Villa von dem früheren Zeitungsmilliardär Wiliam Randolph Hearst besucht? Das ist eine ganz spezielle Sehenswürdigkeit! Schon architektonisch, aber besonders auch im Innern. Von seinen vielen Reisen hatte er allerhand Mitbringsel, ganze Einrichtungen (auch aus Kirchen) mitgebracht und einbauen/verarbeiten lassen. Obwohl alles wahnsinnig wertvoll, wirkt es drückend und für meinen Geschmack eher wieder kitschig. Die Hearst-Villa gilt als eines der extravagantesten Häuser der Welt. Damals verkehrten dort viele Schauspieler und andere VIPs. Zur Villa gehörte damals auch ein riesiger Privatzoo mit Tieren aus allen möglichen Ländern. Vielleicht sind damals ein paar Zebras ausgebüchst.

    1. Unsere Polizisten war nicht alleine unterwegs, der Kollege wartete im Auto, wir hatten wohl einfach Glück.
      Nein die Hearst-Villa kannten wir nicht. Aber jetzt hat sich das mit den Zebras ja geklärt. Danke für die Recherche!

  3. Hallo, bin´s nochmal.

    Anscheinend gehören die Zebras tatsächlich zur Hearst-Villa – ist ja ein riesiges Anwesen mit mehreren Gebäuden und Swimmingpool, etc., deshalb Hearst-Castle genannt. Es liegt ja bei San Simeon gleich in der Nähe des Highways No. 1. Und anscheinend mussten sie nicht mal ausbüxen, sondern die Fläche gehört noch zum Anwesen.

    Das Bild mit den Seeelefanten ist ein toller Schnappschuss!

  4. Ihr habt wieder unheimlich schöne Aufnahmen gemacht, bei den Seeelefanten könnte man meinen sie halten einen Smalltalk – super. Es ist immer wieder schön eure Erlebnisse zu teilen und ich weiß jetzt schon, was ich vermissen werde. Herzlichen Dank Heike

  5. Die Seelöwen sehen echt goldig aus:)aber auch die anderen Bilder sind wieder toll geworden:)Da muss ich Mama recht geben mir wird auch was fehlen eure Berichte sind sehr mitreisend:)

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