Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten: USA – Los Angeles

Unsere USA Reise startete mit einer erstaunlich einfachen Einreise am Flughafen von Los Angeles. Wir hatten uns auf einige Fragen des Grenzbeamten eingestellt und waren ein wenig aufgeregt, schließlich ist es auch schon vorgekommen dass Leuten die Einreise in die USA verwehrt wurde. Zum Glück erwischten wir beide super freundliche Beamten, wir mussten nur ein paar Fragen beantworten und waren nach zwei Minuten fertig. Verglichen mit den Grenzübergängen in Mittelamerika lief dieser wirklich super schnell.

Unser erster Eindruck von Los Angeles war überwältigend. Angefangen mit den Straßen und Gebäuden, diese wirken in Realität noch einmal viel größer als man sie aus Filmen und von Fotos kennt. Zudem ist uns sofort aufgefallen, dass man hier gar nicht so einfach sagen kann, wer ein Einheimischer ist und wer nicht, da die Bevölkerung aus sehr vielen verschiedenen Ländern und Kulturen zusammengesetzt ist.

„The Walt Disney Concert Hall“

Bereits in Mittelamerika trafen wir einige sehr freundliche und hilfsbereite US-Amerikaner, dieser dadurch entstandene Eindruck hat sich in L.A. direkt bestätigt. Als wir zum Beispiel kurz an der Straße standen und auf unser Handy schauten, wurden wir sofort angesprochen „Hey guys did you get lost?“ (auf Deutsch: „Hallo habt ihr euch verirrt?“). Da könnten sich die oft mürrischen und verschlossenen Deutschen mal ein Vorbild nehmen. Wir haben uns beide vor genommen in Deutschland viel hilfsbereiter und freundlicher zu sein, vor allem gegenüber anderen Reisenden.

Da wir in Los Angeles noch kein Auto hatten, waren wir auf die öffentliche Metro angewiesen. Viele andere Reisende empfehlen einem zwar unbedingt ein Auto, da das öffentliche Verkehrsnetz in L.A nicht sonderlich gut ausgebaut ist, trotzdem entschieden wir uns gegen einen Mietwagen, was rückblickend genau richtig war, da wir keine Lust gehabt hätten in den enorm langen Staus zu stecken. Wir hatten eine Unterkunft nahe der Union-Station (dem Hauptbahnhof), was der ideale Ausgangspunkt war, um die Stadt mit der Metro zu erkunden.

Den ersten Nachmittag verbrachten wir in Downtown L.A, in der uns die beiden Stadtparks „Grand Park“ und „Vista Hermosa Park“ besonders gut gefielen. Von letzterem hat man eine traumhafte Sicht auf die Skyline von L.A. Während wir die Innenstadt zu Fuß erkundeten, fühlte es sich für uns wie im Sommer Zuhause an, da das Klima hier dem in Deutschland sehr ähnlich ist. Das mag sich jetzt vielleicht komisch Anhören, da wir die letzten vier Monate warmes und gutes Wetter hatten, trotzdem hatten wir erst hier das Sommergefühl, das wir von Zuhause kennen.

Am zweiten Tag erkundeten wir Hollywood. Wir besuchten den „Original Farmers Market“, welcher einige Blöcke abseits des Hollywood Boulevards liegt und frühstückten einen Hot Dog. Nach der Stärkung wanderten wir durch den von wenigen Touristen besuchten „Runyon Canyon“, von welchem wir eine sehr schöne Sicht auf den Hollywood Schriftzug und L.A. hatten. Zu guter Letzt liefen wir über den „Walk of Fame“, auf dem wir kaum einen Star entdeckten, welchen wir kannten.

Am letzten Tag machten wir einen Ausflug zu einem Outlet, bei dem wir unschlagbare Schnäppchen ergatterten und eine gute Summe an Geld liegen ließen 🙂 . Zum Abschied von L.A. gingen wir Abends zum „Griffith Observatory“, das hoch oben im gleichnamigen „Griffith Park“ liegt. Von dort konnten wir die Stadt nochmals von oben und bei Dunkelheit erleben – der perfekte Abschluss von den drei schönen Tagen in Los Angeles.

Ob die Stadt nun sehenswert oder auch nicht ist, sieht ja bekanntlich jeder Reisende anders, der eine liebt sie, der andere findet sie furchtbar. Uns hat sie alle Mal super gefallen, was auch daran liegen mag, dass es unsere erste Stadt in den USA war und wir San Francisco noch nicht gesehen haben.

Nach den drei wunderschönen Tagen in Los Angeles fuhren wir mit dem „Amtrak“ Zug nach San Diego weiter in Süden. Dort hat uns ein Freund sein Auto überlassen, nach dem er seine USA Reise dort beendete (nochmals ein riesen Dankeschön an dich Jim!).

9 Kommentare

  1. Fabian, wie du dich sicherlich noch erinnerst, habe ich dich/euch auf deinem/eurem täglichen S-Bahnweg immer um diese Offenheit und Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden und Hilfesuchenden gebeten, eben aus der Erfahrung meiner Reisen. Es gibt nichts Schöneres für einen Reisenden und Hilfesuchenden als die Hilfsbereitschaft der Einheimischen, z.B. am Fahrkartenautomat.
    Ich werde euch, wenn ihr wieder in „Good old Germany“ seid an eure guten Vorsätze hinsichtlich der Fremden im Lande erinnern. Ich bin gespannt, wie euch das Autofahren in USA gefällt.
    LG Heike

  2. Kann das wirklich sein, dass ihr so wenige Stars des Walk of Fame kennt? Seid ihr an Filmklassikern überhaupt nicht interessiert?

    San Diego hat eine nette Old Town mit guten mexikanischen Restaurants. Hab noch Streichhölzer. Aber wenn ihr ja von Mexiko kommt, ist das wahrscheinlich überhaupt kein Kriterium mehr. Bei San Diego gibt es die Coronado-Halbinsel mit einem sehr berühmten Hotel, das „Del“ (Del Coronado). Da hatten wir mal übernachtet, war ein Erlebnis. Auch davon hatte ich gerade Streichhölzer in der Hand.

    Bin sehr gespannt auf eure USA-Route und eure USA-Erlebnisse, weil zu USA hab ich ein besonderes Verhältnis,

    1. Nein wir müssen gestehen, dass uns die Filmklassiker nie so richtig interessiert haben (mit Ausnahme von „Forrest gump“).

      Wir sind selbst auch total gespannt auf unsere Abenteur in den USA. Ich füge ein Bild von unsere grob geplanten Route in den nächsten Beitrag ein, dann könnt ihr Leser euch besser orientieren und seht was wir etwa vorhaben.

  3. Heute bin ich mal etwas später dran. Aber wie ihr schon erwähnt habt bei uns ist gerade wirklich Mega Sommer und da wir Urlaub haben sind wir an den Bodensee zum schwimmen ?. Das ist natürlich nicht so spektakulär wie L. A. aber auch sehr schön! Vielleicht seid ihr auf dem Walk of Fame ja Stars begegnet ohne es zu wissen. Die sind ja in Natur auch nur Menschen. Also, in dem Outlet hätte ich mich wahrscheinlich auch wohlgefühlt!? Freue mich schon auf euren nächsten Bericht. LG Ute ?

  4. Also die Offenheit der Amis ist mir in Las Vegas damals auch aufgefallen, auch obwohl damals mein Englisch noch so miserabel war das ich mit Händen und Füßen und den paar Fätzen Englisch die ich konnte erzählen konnte was ich hier mache. Hilfe habe ich nicht wirklich gebraucht da ich ja eine geführte Reise gemacht habe. Aber sie sind lange nicht so verschlossen wie die Deutschen.
    Mama das stimmt zwar aber man muss einen Fahrkartenautomat erstmal selber verstehen, wenn man ihn nicht täglich braucht;)
    San Fransisco ist eine sehr schöne Stadt nehmt euch genug Zeit für sie aber L.A ist auch echt schön vor allem jener Ausblick von dem Griffith Observatory, wenn es dunkel ist und man auf die beleuchtete Stadt schauen kann. Freue mich schon auf euren nächsten Bericht. LG Lisa

  5. Haaallooo, wie geht´s?

    Schaute die letzten Tage mehrmals vergeblich in euren Blog – nichts Neues?
    Bin gespannt auf eure Reiseplanung!

    Fahrt ihr von San Diego aus ins Landesinnere oder wieder der Küste entlang zurück nach L.A.? Weil bei L.A. gäbe es ja noch sehr viel zu sehen wie z.B. Venice Beach, Malibu, Santa Monica (Endpunkt der berühmten Route 66). Das sind sehr berühmte Orte, wobei sie manchmal auch etwas enttäuschen. In Malibu haben z.B. viele VIPs ein Anwesen direkt am Strand, deshalb gibt es nur sehr wenige öffentliche Zutritte. Es ist insgesamt sicher nicht leicht, eine optimale Route zu finden, weil es so viel Interessantes und Schönes gibt – und das nicht nur an der Küste entlang, sondern gerade besonders im Landesinneren. Und da fällt die Entscheidung nicht leicht, von wo man ins Landesinnere abbiegt und wie weit man den Bogen fährt und über welche Route man dann wieder wo an die Küste stößt, oder? Weil da gibt es ja den berühmten Highway bzw. die Küstenstraße mit tollen Eindrücken. L.A. wäre da z.B. ein zentraler Punkt in mehrere Richtungen ins Landesinnere abzubiegen bzw. wieder anzukommen, um dann weiter an der Küste entlang zu fahren.

    Wenn ihr das Auto von eurem Freund übernommen habt, ist das jetzt ein ganz anderes Reisen. USA ist ein Auto-Land! Die Infrastruktur ist auf das Auto ausgerichtet (z.B. auch das riesige Motel-Angebot). Ihr seid dann echt frei und unabhängig, könnt im Gegensatz zu Zug und Bus jetzt jederzeit anhalten und genießen. Und mit der entsprechenden Musik ist Fahren in USA doppelt schön!

    1. Uns geht es super! Nur kommen wir vor lauter Reiseplanung und Sehenswürdigkeiten Anschauen leider derzeit kaum dazu den Blog weiter zu schreiben. Wir versuchen die kommenden Tage wieder bisschen was zu schreiben – versprochen! Schon mal vorne weg:
      Wir sind die Küste wieder zurück über Los Angeles bis hoch nach San Francisco. Von dort sind wir dann mit einem kurzen Abstecher am Lake Tahoe zum Yosemite NP.

      1. War eine sehr gute Entscheidung! An diese Alternative hatte ich auch gedacht.

        Ja, ich weiß, es gibt so viel Interessantes zu sehen. Da fehlt förmlich die Zeit zum Schreiben und zudem wird es auch nicht so einfach sein, das viele Erlebte eindrucksvoll in kurze Worte zu fassen. Lasst euch Zeit! Meine Neugier habt ihr jetzt schon etwas gestillt.

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