Die Maya-Ruinen von Cobá und Chichén Itzá

Obwohl wir mit Tikal und Tulum bereits zwei wirklich schöne Maya-Stätten gesehen haben entschieden wir uns noch die etwas ruhigere Anlage von Cobá und den Touristenmagnet Yucatans nämlich „Chichén Itzá“ anzusehen.
Cobá liegt nicht auf jedermanns Route, wodurch es nicht so von Touristen überlaufen ist und somit das ideale Ausflugsziel für uns beide ist. Unser Ziel war es möglichst früh in der Anlage zu sein, um wie auch schon in Tikal den Dschungel beim Erwachen beobachten zu können. In Cobá gibt es auch wieder einen Tempel auf den man sogar über die originalen Stufen hochsteigen darf. Leider macht der Park erst um 8:00 Uhr morgens auf und nicht wie Tikal bereits um 6:00, wodurch wir dieses Mal nicht ganz alleine waren, trotzdem waren wir die Ersten auf dem Tempel und konnten so für ein paar Minuten alleine die tolle Aussicht und die Ruhe genießen.

Cobá lässt sich aufgrund der recht langen Strecken zwischen den einzelnen Ausgrabungen super mit dem Fahrrad erkunden. Wir haben uns noch außerhalb der Anlage ein Fahrrad gemietet, da wir nach den Ruinen noch die drei Cenoten etwas außerhalb von Cobá besichtigen wollten. Mit unseren Fahrrädern durften wir zu unserer Überraschung aber dann nicht in die Anlage rein, sondern mussten sie davor abstellen. In der Anlage hätten wir uns dann wieder welche mieten können, was wir aber aus Protest nicht gemacht haben.

Alles in allem gefiel uns die Maya-Stätte zwar ganz gut, sie haute uns aber nicht vom Hocker. Wenn man so oder so daran vorbei fährt lohnt es sich kurz reinzuschauen, extra nur deswegen anzureisen lohnt sich nicht. Zumindest nicht wenn man zuvor Tikal gesehen hat.

Wie bereits erwähnt besuchten wir nach den Ruinen noch die drei Cenoten von Cobá. Eine Cenote ist ein natürliches Schwimmbecken meist unterhalb der Erde, das mit erfrischendem und glasklarem Süßwasser gefüllt ist. Auf der Yucatan-Halbinsel gibt es unzählig viele davon, die drei von Cobá zählen zu weniger besuchten. Da dies unsere ersten Cenoten waren und wir zudem ganz alleine dort waren, was uns ja an sich immer gut gefällt, war es etwas unheimlich in die dunkle und geräuschvolle Cenote hinunter zu gehen. Wie sich später herausstellte kamen die Geräusche von kleinen Vögeln, die in der Cenote hausen. Die Angst hielt bei mir (Joli) auch wirklich noch eine ganze Weile an und ich habe mir zum ersten Mal auf der Reise andere Menschen her gewünscht. Bei der zweiten und dritten Cenote war die Angst glücklicherweise überwunden. Die Cenoten im Allgemeinen gehören aber auf Grund ihrer Dunkelheit, des kalten Wassers und der unheimlichen Stimmung nicht zu unseren Lieblingsorten.

Dann ging es auch schon weiter nach Valladolid, von dort haben wir die zu den „neuen sieben Weltwunder“ gehörende Maya-Stätte „Chichén Itzá“ besucht. Früh morgens ging es mit dem Collectivo (Sammeltaxi) zu den Ruinen, um die Touristenmassen zu umgehen. Dies gelang uns glücklicherweise sehr gut, wir waren mit drei weiteren die Ersten am Eingang und hatten somit die berühmte Pyramide „El Castillo“ fast für uns alleine – ganz nach unserem Geschmack 🙂 .

Chichén Itzá war auf Grund seiner Baukunst und gut erhaltenen Ruinen wirklich sehr beeindruckend, allerdings hat uns die schöne Lage in der Natur, die wir bei all den anderen Ruinen hatten, etwas gefehlt.

Die Sternwarte der Maya, mit der sie unter anderem die Venus beobachteten

Zusammenfassend kann man sagen, dass die vier Maya-Stätten die wir auf der Reise besuchten sehr unterschiedlich sind. Tikal mit seiner unglaublichen Lage im Dschungel, der einmaligen ruhigen Stimmung und der Tiervielfalt, Tulum mit seiner unmittelbaren Lage am Meer, Cobá ebenfalls wegen seiner Lage im Dschungel und Chichén Itzá mit der sehr beeindruckend Baukunst und den gut erhaltenen Ruinen. Von den vier Maya-Stätten hat uns Tikal mit Abstand am besten gefallen. Vielleicht schaffen wir es eines Tages Mal noch „Machu Picchu“ in Peru zu besichtigen. Die von den Inka errichtete Stadt hoch oben in Perus Anden ist sicherlich genauso beeindrucken wie Tikal. Aber bis dahin haben wir erstmal genügend altertümliche Ruinen gesehen.

10 Kommentare

  1. Wieder mal ein beeindruckender Bericht und sehr interessant wie unterschiedlich die Stätten sind.? Joli ich kann dich verstehen die Cenoten hätten bei mir vermutlich die gleichen Gefühle verursacht. Fabi du bist sehr mutig, sowas würde ich mich nie trauen das Wasser und die Dunkle Atmosphäre wäre mir viel zu düster und zu unheimlich! Da hätte ich keinen Mut dazu. Ich würde wahrscheinlich schnell schauen und weg wäre ich! ? Lasst es euch gut gehen freue mich auf den nächsten Bericht! LG Ute ?

  2. Hallo, jetzt kurz nochmal vorab zu meinem normalen Kommentar. Ich war schon vorhin beim Schreiben eines Kommentars. Dann riss plötzlich die Verbindung ab. Während des Schreibens begann unangekündigt plötzlich ein Sicherheits-Update im Hintergrund – und wie üblich erfolgt am Ende dann ein oft automatisiertes Runterfahren und wieder Anmelden. Hatte sowas aber noch nie während einer normalen Session erlebt, sowas wird normalerweise angekündigt. Na ja, der ganze geschriebene Text war dann weg, weil vorher noch nicht abgesandt. Als ich wieder auf eure Seite ging, war dann bei eurem Bericht 1 Kommentar. Da dachte ich schon, oh, womöglich ist das jetzt mein halber Kommentar. Und dann war es Ute´s Kommentar – kommischerweise mit der Uhrzeit, als bei mir dieses Phänomen auftrat. Mal zwei IT-technologische Fragen:

    1. Seht ihr, ob und wann sich jmd. auf der Seite befindet (Stichwort Tracking)?
    2. Wie verhielte sich euer System, wenn zeitgleich Kommentare versandt würden?

    1. 1: Ja unsere Seite sammelt diese Daten. Ich habe damit hin und wieder ein wenig herumgespielt, Mal aus Mal an.

      2: Ich hoffe der Blog kommt mit zwei zeitgleichen Kommentaren zurecht, kann dir aber nichts genaueres dazu sagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Kommentare auf die Sekunde genau ankommen ist ja auch relativ gering.

  3. So, jetzt mein eigentlicher Kommentar – sind vielleicht nicht mehr die gleichen Worte wie vorhin.

    Wieder ein schöner, leicht lesbarer, informativer Bericht!
    Eure Methode des frühen Dortseins ist der Schlüssel wie man solche Orte ganz unterschiedlich erleben kann: Die Frische des Morgens, die lauten dortigen Naturgeräusche statt Menschengewimmel.

    Die Fahrrad-Regelung bei Cobá empfinde ich unverschämt. Bei sowas streuben sich bei mir immer die Haare. Da bin ich der gleiche Typ wie ihr, das sollte man durch eigene Nachfrage dann nicht noch belohnen. Übrigens, durch euch weiß ich jetzt, was eine Cenote ist.

    Chichén Itzá kenne ich auch. Habt ihr die Pyramide „El Castillo“ bestiegen? Das wirkt von unten ja leichter als es ist. Nach meiner Erinnerung verläuft von unten dicht an der Steinkante entlang eine Kette, an der man sich festhalten könnte. Aber natürlich lässt sich die Pyramide wie auf einer Treppe besteigen. Wenn man runter schaut, ist es allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, oder?

    1. Nein leider darf man in Chichén Itzá keine der Ausgrabungen mehr betreten, ziemlich schade finde ich, wäre gerne auf „El Castillo“ geklettert. Bei den Touristenmassen ist es aber vermutlich besser, dass es verboten ist.

  4. Diese Cenoten klingen spannend ich wäre bestimmt auch in eine rein:)
    Ist ja interessant wie man dich früh aus dem Bett bekommt leider können wir dich nicht mit Tempeln locken;)

  5. Zeitgleiche Ankunft zweier Kommentare geht bei Internet per Prinzip nicht, da immer nur Datenpakete hintereinander übertragen bzw. empfangen werden. D.h. irgendwo auf der Reise durchs Web drängelt sich dann der eine Kommentar vor den anderen (sehr vereinfacht dargestellt). ?

  6. Ein schöner Bericht. Cenoten kannte ich auch noch nicht. Wir durften im Januar 1992 noch überall raufklettern. So ändert sich eben alles im Laufe der Zeit.

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