Unsere Highlights von Guatemala: Semuc Champey und Tikal

Auf geht’s nach Semuc Champey! Über eine holprige und nicht asphaltierte Straße ging es zu unserem nächsten Stopp nach Lanquin, der Ort von dem aus wir das Naturspektakel Semuc Champey besichtigten. Vom Ort aus machten wir uns auf der Ladefläche eines Pickups auf den Weg nach Semuc Champey (auf Deutsch: „dort, wo das Wasser verschwindet/sich versteckt“).

Semuc Champey liegt in einem großen Tal, durch das sich ein Fluss windet. Es ist im Prinzip eine aus mehreren Becken bestehende Brücke aus Kalkstein. Die Becken sind mit Flusswasser gefüllt und reihen sich stufenartig aneinander. Der Großteil des Flusswassers fließt allerdings unter der Brücke hindurch. Doch nun zurück zur Anreise: Von der Ladefläche des Pickups genossen wir den Ausblick über die umliegende Landschaft. Unten im Tal angekommen, wollten wir am liebsten gleich ins Wasser springen. Unser Motto war allerdings erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Also machten wir uns zuerst auf den Weg zu einem höher gelegenen Aussichtspunkt. Die Anstrengung wurde auch direkt mit der einzigartigen Aussicht auf diesen bezaubernden Ort belohnt.

Semuc Champey

Voller Vorfreude auf die Abkühlung ging es schnellst möglichst wieder Berg ab zum Fluss. Unten angekommen, sprangen wir direkt ins Wasser. Im Wasser befanden sich unzählige Fische, die an der Haut unserer Füße knabberten – mensch war das kitzelig 🙂 . Leider mussten wir den Tag frühzeitig abbrechen, da es Joli nicht sonderlich gut ging. Trotz alledem war dies, wie bereits in der Überschrift erwähnt, eines unserer Highlights in Guatemala.

Ein Papagei in den Bäumen von Tikal

Vom einen Highlight ging es gleich weiter zum Nächsten. Über Flores ging es mit dem Bus durchs Niemandsland nach Tikal. Dort hatten wir für zwei Nächte ein Hotel, das direkt am Eingang zu den Maya Ruinen in Mitten des Dschungels liegt. Nach unserer ersten Nacht, in dem für unsere Verhältnisse recht luxuriösen Hotel, machten wir uns früh morgens auf den Weg zu den Tempelruinen. Das frühe Aufstehen wurde auch gleich belohnt, da wir ungefähr für eine Stunde ganz allein durch den Dschungel laufen konnten und auch einige Tempel alleine besichtigen konnten. Auch Tikals höchsten Tempel (Tempel IV, etwa 60 Meter höhe), auf den man über eine Holztreppe hochklettern darf, konnten wir ganz alleine genießen. Dort oben hatten wir einen einzigartigen und wunderschönen Ausblick über den Dschungel und einige andere Tempel, welcher bis zum Horizont reichte. Wir genossen das unbeschreibliche Gefühl von Frieden und Freiheit, das durch das Brüllen der Brüllaffen und Zwitschern der Vögel noch einmal verstärkt wurde.

Schon kurze Zeit später kamen wir in den Genuss eine kleine Gruppe Brüllaffen und einen Klammeraffen zu beobachten. Dabei spielte sich eine sehr lustig Szene ab, bei der das Alphatier der Brüllaffengruppe zu Brüllen begann, da ihm ein Klammeraffe zu nahe kam, der Klammeraffe schien davon jedoch völlig unbeeindruckt und stolzierte daraufhin durch die Brüllaffengruppe hindurch.

Als wir auf einen weiteren Tempel hochstiegen, entdeckten wir jede Menge Tukane, die in den umliegenden Bäumen saßen. Das einzigartige daran war, dass wir uns etwa auf der selben Höhe wie die Tukane befanden und wir sie somit genauestens beobachten und fotografieren konnten. Sonst ist das ja immer nur vom Boden aus möglich. Mit diesen zahlreichen Eindrücken machten wir uns, mit Vorfreude aufs Frühstück, auf den Rückweg zurück zu unserer Unterkunft.

Am nächsten Morgen gingen wir gleich nochmal pünktlich zur Parköffnung um 6:00 Uhr in den Park und genossen wieder die tolle Stimmung des aufwachenden Dschungels auf dem Tempel IV. Danach blieben wir für stolze zwei Stunden auf dem Tempel, von welchem wir am Vortag die Tukane gesehen hatten. Dieses Mal hatten wir sogar noch viel größeres Glück, neben erneut vielen Tukanen, konnten wir noch einige andere Vögel, darunter auch Papageien und mehrere Gruppen von Klammeraffen beobachten. In einem Moment saßen sogar alle eben genannten Tiere in ein und demselben Baum gleichzeitig drin. Da waren wir total überfordert, welches Tier wir denn jetzt beobachten sollen. Dazu lief dann auch noch ein Nasenbär direkt vor unserem Tempel auf dem Boden vorbei, der vor allem Fabis Herz in wenigen Sekunden erobert hatte 🙂 . Solch eine Tiervielfalt erlebt man sonst auch nur im Zoo – einfach beeindruckend! Ganz zum Schluss entdeckten wir eine uns an dem Tag noch vollkommen fremde Tierart – Huch! Das waren ja Menschen, beinahe hätten wir sie fotografiert 🙂 . Das Menschen in Guatemalas wohl meistbesuchten Nationalpark eine echte Rarität sind, erlebt man wohl auch nur frühmorgens in der „low-season“.

Ein gierig futterndes Klammeräffchen 🙂

Das was Tikal für uns so besonders und faszinierend machte, ist das Zusammenspiel von der Natur, der Tierwelt und der Kultur. Tikal ist einer der wenigen Orte unserer Erde, der beide Titel der UNESCO, Weltkultur- und Weltnaturerbe, gleichzeitig trägt und das absolut zu recht wie wir finden.

6 Kommentare

  1. Dieser Bericht beschreibt ganz besonders eindrucksvoll schöne Naturmomente in Guatemala. Als so viele verschiedene Tiere gleichzeitig im Baum saßen und ihr vor lauter Eindrücke kaum wusstet, wohin eure Aufmerksamkeit zu richten – da haben bestimmt alle diese Tiere euch beobachtet. Es gibt so unvorstellbar viele verschiedene Lebewesen auf unserer Erde – und wir Menschen sind nur eine Art davon. Und unter uns Menschen gibt es auch wieder so viele verschiedene Rassen und Ausprägungen.

    Es ist schön, dass ihr in Ruhe solche Momente bewusst erleben könnt.

    Ich hoffe, der Joli geht es wieder besser?!

    Alles Gute und weiter so,
    Sibylle

  2. Gleich noch ein Kommentar, weil ich jetzt gerade eben ein super Bild auf eurer Seite entdeckt habe – unter „Bilder“. Es ist das Bild mit dem Wasserfall direkt in Fabian´s Mund. Das ist ein fotogen aufgenommenes, gestochen scharfes Bild, mit dem ihr Wettbewerbe gewinnen könntet.

  3. Hurra ich habs geschafft ich bin schneller wie meine Cousine;)
    Manchmal lohnt sich das frühe Aufstehen:)da hätte ich auch nicht gewusst wo ich zu erst hin schauen sollte:)aber toll das ihr so viel Glück hattet und so viele Tiere gesehen habt:)LG Lisa

  4. Bin einfach nur fasziniert von eurem Bericht und den Bildern!!! Einfach herrlich und so lebendig ?? Liebes Cousinchen wollte nicht nur Norbert eine Chance geben, sondern auch dir ?❣️Schön dass es dir Joli wieder gut geht so kannst du Eure Abenteuer wieder genießen! LG Ute ?

  5. Schön das es dir wieder gut geht Joli:)dann können eure nächsten Abenteuer ja kommen:)das ist sehr gnädig von dir liebes Cousinchen:)LG Lisa

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