Nicaragua: San Juan del Sur und die Insel Ometepe

Die Grenzüberfahrt mit dem Tica Bus von Costa Rica nach Nicaragua lief reibungslos und sehr schnell. In Rivas angekommen wurde uns sehr schnell der Unterschied zwischen Costa Rica und Nicaragua bewusst. Nicaragua ist sehr viel ärmer. In Rivas nahmen wir dann den „Chicken bus“ (Der „Hühnchenbus“ hat seinen Namen von den Landbewohnern, die ihre lebenden Tiere, vor allem Hühner, in diesen Bussen zum nächstgelegenen Markt transportieren) nach San Juan del Sur, unser erstes Ziel in Nicaragua. An der Bushaltestelle und in unserem ohnehin schon überfüllten Bus wuselte es nur so von Leuten, welche ihre Waren (Süßigkeiten wie z.B. Chips, aber teils auch Hühnchen mit Reis aus der Plastiktüte – na lecker!) verkaufen wollten.

„Chicken Bus“

Den Aufenthalt in San Juan del Sur nutzen wir, um uns über das Land Nicaragua zu informieren und unsere nächsten Ziele etwas zu planen. Ebenfalls machten wir einen Ausflug zu einer der größten Jesus Statuen der Welt, von welcher man eine wunderschöne Sicht über das kleine Städtchen hatte. An unserem letzten Tag ging es dann noch zu einem etwas abgelegenen Strand, an welchem wir nach ein paar Minuten Fußweg fast alleine den Tag genießen konnten.

Die in Costa Rica eher selten gesichteten Papageien lassen sich in Nicaragua fast täglich blicken

Unser nächstes Ziel war die Insel Ometepe, auf der gleich zwei Vulkane zu finden sind, die nahezu die ganze Insel ausfüllen (man kann sich die Insel wie eine liegende acht vorstellen). Gleich am ersten Tag wanderten wir auf den kleineren der beiden Vulkane „Maderas“. Der sechs Kilometer und 1.394 Höhenmeter lange abenteuerliche Weg bis zum Gipfel war sehr matschig, rutschig, feucht und verlangte uns alles ab. Nach drei Stunden Wanderung kamen wir erstaunlich fit an der Kraterlagune des Vulkanes an. Die Lagune lag zu Beginn noch im Nebel, zog jedoch nach einer halben Stunde auf.

Auch der Frosch wollte sich den Anlick der Lagune nicht entgehen lassen

Nach einer längeren Pause ging es den „Höhlenritt“ wieder Berg ab ins Tal. Nach der Hälfte erreichten wir einen Aussichtspunkt, von dem wir eine tolle Sicht auf den anderen Vulkan „Concepción“ hatten. Das letzte Stück bis zu unserem Hostel war äußerst zäh, da unsere Beine zu kollabieren drohten und sich nichts sehnlicher wünschten, als eine kühle Cola und ein Bett. Alles in allem hat sich die Wanderung trotz des Muskelkaters an den nächsten Tagen sehr gelohnt und Spaß gemacht, mal abgesehen von den im Matsch getränkten Schuhen. Auf Grund des starken Muskelkaters waren wir für die nächsten beiden Tage lahmgelegt, sodass wir die restliche Zeit in der Hängematte mit Lesen und dem Planen unsere weiteren Reise verbrachten.

2 Kommentare

  1. Eure Reise mit dem chicken Bus klingt nach Abenteuer ? Und den Vulkan ? musstet ihr Euch hart erarbeiten.? Hoffentlich ist euer Muskelkater nicht zu schmerzhaft gewesen. ?Wünsche Euch weiter viel Spaß ?LG Ute

  2. Manchmal signalisiert uns unser Körper, dass er mehr Zeit möchte – nicht nur muskulär (an gewissen neuen körperlichen Herausforderungen wächst er ja sogar besonders schnell). Nehmt euch Zeit, die vielfältigen Eindrücke, ob schön, überraschend, oder mit anderen Aha-Erlebnissen verbunden, zu verarbeiten bzw. länger zu genießen. Das war gerade mein Gedanke.
    Alles Gute!

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