Kraft tanken in Baracoa

Nach den vielen Stadtbesuchen, entschlossen wir uns für eine Woche in Baracoa zu bleiben, um dort ein wenig zu entspannen.

Als wir auf Grund einer Buspanne mit drei Stunden Verspätung in Baracoa ankamen, erwartete uns ein total freundlicher Casa Besitzer, in dessen Haus wir eine komplette Etage mit einer Dachterrasse für uns hatten und das für schlappe 8€ die Nacht pro Person. Trotz unserer schlechten Spanischkenntnisse versuchte Yóco (der Casa Besitzer) sich mit Händen und Füßen mit uns zu unterhalten. Das war das ersten Mal, dass ein Kubaner sich mühe gab und es mit Zeichensprache versuchte. Die übliche Art, wenn wir jemanden nicht verstanden hatten war, dass dieser den Sachverhalt nochmal genau so schnell oder sogar schneller und mit noch mehr spanischen Worten wiederholte – irgendwie fehlt den Kubanern da ein wenig das Feingefühl.

Baracoa, das kleine und etwas verschlafen wirkende Küstenstädtchen ganz im Südosten der Insel liegend, ist Kubas älteste Stadt. Sie ist auch als Hauptstadt des Kakaos und der Kokosnuss bekannt. Das doch sehr abgelegene Städtchen, ist noch nicht so von Touristen überrannt, was es für uns sehr authentisch machte. Was uns allerdings sehr erschreckte, waren die vom Hurrikan deutlich zu erkennenden Schäden, sowohl an Häusern, als auch in der Natur.

Als wir am nächsten Tag den Hausstrand besuchten, welcher sehr verlassen und zu unserer Enttäuschung nicht annähernd so schön wie die Letzten war, wurden wir von einem Hund verfolgt und entschieden uns dazu nicht länger dort zu bleiben. Daraufhin liehen wir uns am nächsten Tag zwei Fahrräder und fuhren zu dem 20 km entfernten Strand Playa Maguana.

Als wir völlig erschöpft von unserem Ausflug zurück kamen machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Schließlich entschieden wir uns für eine nette Pizzeria. Als uns jedoch die Speisekarte gebracht wurde und uns die Bedienung mitteilte, dass nur zwei von vier Gerichten zu bestellen sind (darunter auch keine Pizza), machten wir uns schnell und entsetzt wieder vom Acker. Eine Pizzeria ohne Pizza, sowas findet man auch nur auf Kuba.

4 Kommentare

  1. Pizzeria ohne Pizza ist ja fast wie Fahrräder ohne Räder! Da habt ihr recht das geht gar nicht! Eure Räder sehen aber gut aus! Wünsche Euch viel Erholung und trotzdem viel zum Entdecken! LG Ute

  2. Ein herrlicher Strand – manchmal muss man sich das Paradies erst erarbeiten bzw. erradeln. Da kommt bei uns Sehnsucht auf! Wir grüßen Euch.
    Anneliese u. Manne

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