Ankunft auf Kuba – Varadero

Mit zwei Stunden Verspätung ging unsere Reise endlich los. Und dann gleich die erste Enttäuschung: keine eigenen Bildschirme im angeblichen Langstreckenflugzeug, dass wie sich später herausstellte, nur eine Kurz-Mittelstreckenmaschine war. Na toll, nichts wars mit schönen Spielfilmen direkt vor der eigenen Nase. Und dann dieser Fluglärm in der recht alten Maschine – total ätzend 🙂 Zum Glück gab es ja noch vier uralte Röhrenbildschirme oben an den Gängen, wovon einer kaputt und die anderen drei mit störenden Farbstichen versehen waren. Zur Krönung des Tages lief dann gleich zu Beginn ein Kinderfilm, obwohl im Flieger nur zwei Kinder saßen.

Aber jetzt mal Schluss mit dem Meckern auf aller höchstem Niveau. Der restliche Flug verlief super entspannt. Nach dem auch Andi nach einer gefühlten Ewigkeit endlich durch die Passkontrolle kam (ein Lob an dieser Stelle für den deutschen Pass, mit dem man in 177 Länder Visa frei und absolut problemlos einreisen kann), wurden wir am Flughafen in Varadero, zu unser aller Überraschung, von unserem ersten Gastgeber abgeholt.
Als wir unser Gepäck in der Unterkunft abgelegt hatten, erkundeten wir noch ein wenig die Umgebung. 50 Meter bis zu einem der schönsten Strände unseres Planeten – was will man mehr.

Der zweite Tag startete mit einem zauberhaften Frühstück von unseren Gastgebern. Als erstes gingen wir zur Busstation, um dort ein Ticket nach Viñales für morgen zu kaufen. Leider war der Bus bereits ausgebucht, also musste eine Alternative her. Da wir den einheimischen Taxifahren nicht so recht über den Weg trauten, entschieden wir uns zum nächstgelegenen Touristeninfopunkt zu gehen, um nach Rat zu fragen. Glücklicherweise trafen wir dort auf ein junges Pärchen, das auch nach Viñales fahren wollte und mit denen wir uns dann ein Taxi teilen konnten. Den restlichen Tag verbrachten wir am Strand, genossen das wundervolle, karibische Meer und zu guter Letzt wurde der Tag mit einem 4-Gänge Menü in unserem Casa particular versüßt.

Nach 318 Kilometern und 6 Stunden fahrt hatten wir die wohl vorerst längste Taxifahrt unseres Lebens hinter uns und das ganze für einen für deutsche Verhältnisse lärcherlichen Preis von umgerechnet 42€.
In unserem Casa in Viñales wurden wir mit einem herrlichen Papayasaft begrüßt und fühlten uns direkt heimisch.

Nachmittags sind wir noch ein wenig durch das aufgeweckte aber teils auch verschlafene Dorf gelaufen und haben uns direkt in es verliebt. Es fällt uns schwer den Charme von Viñales in Worte zu fassen. Die Mischung aus bewegten Straßen mit Bars, Restaurants und Straßenhändlern an jedem Eck aber auch verträumten Winkeln mit bunten Häusern, jede Menge Pferden, Hunden, Hühnern… und traumhaften Ausblicken in die tropische Landschaft des Tales, macht Viñales zu einem einzigartigen Städtchen, das wir schnell in unsere Herzen schlossen.

Den Tag mit den vielen neugewonnenen Eindrücken, ließen wir mit einem Mojito auf den für Viñales typischen Schaukelstühlen ausklingen.

6 Kommentare

  1. Hallo,
    ich hatte euren Blog ja erst etwas später begonnen zu verfolgen und deshalb die ersten Beiträge noch nicht alle ausführlich gelesen. Solch eine alte Maschine auf dieser Langstrecke würde man heute nicht mehr erwarten. Welche Fluggesellschaft war das? Vielleicht hing es tatsächlich mit der Verspätung zusammen, hatten einen Schaden und mussten halt dann ersatzweise diese Maschine einsetzen.

    Das also war der Beginn eurer Reise und ihr wart quasi jungfräulich voller Erwartungen. Das ist inzwischen rund 4 Monate her! Denkt ihr bei den vielen inzwischen neu gewonnenen Eindrücken auch manchmal an die Anfänge zurück?

    Die Idee mit dem Blogging war deshalb sehr gut. Für euch hat der Blog u.a. eine Art Tagebuchfunktion und dient später zur Erinnerung. Und wir Leser können gedanklich an eurer schönen Reise teilnehmen, lernen was dabei – und können in jedem Fall auf Teufel-komm-raus kommentieren.

  2. Wir sind mit „Condor“ geflogen.

    Dein Kommentar hat mich eben dazu gebracht Mal wieder zurück zu denken, aber auch so lassen wir all die gewonnen Eindrücke hin und wieder in Gesprächen, Träumen und Gedanken revue passieren.

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